Seit 2011 ist die Wilhelmstadt Fördergebiet im Bund-Länder-Förderprogramm „Aktive Zentren Berlin“. Dadurch stehen dem Gebiet Fördermittel für die Aufwertung des öffentlichen Raumes und der Infrastruktur zu.

Im Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) werden Ziele, Handlungsfelder und Projekte für die Entwicklung der Wilhelmstadt für die nächsten Jahre beschrieben.  Und somit auch festgelegt, in welche Maßnahmen die Fördermittel fließen.

Das hiesige Forum dient der Beteiligung im Rahmen der Fortschreibung des ISEKs auf Grundlage der Vorbereitenden Untersuchung aus dem Jahr 2010. Zum Download der aktuellen Entwurfsfassung des ISEKs gelangen Sie hier.

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Wirtschaft - Rückmeldungen aus der Bürgerversammlung am 24.11.2018  

 

 KoSP
Admin
Beigetreten: vor 10 Monaten
Beiträge: 11
27/11/2018 11:18 am  

Auf dem Bild sehen Sie alle an diesem Tisch besprochenen Themen:


AntwortZitat
 KoSP
Admin
Beigetreten: vor 10 Monaten
Beiträge: 11
30/11/2018 2:24 pm  
  1. Anregungen/ Wünsche:
  • Etablierung gastronomischer Angebote und Verbesserung der Aufenthaltsqualität/ Angebote am Havelufer wurde von jeder Runde gewünscht. Konkrete Ideen waren ein Gastroschiff, wenn die Umsetzung an Land nicht möglich ist. Eine temporäre Erprobung für einen Sommer mit einem einfachen Container o.ä. wurde auch vorgeschlagen. Als Standort wurde vor allem der Abschnitt Ziegelhof – Kreuzfahrtterminal als günstig erachtet.
  • Gemütliches Café als Begegnungsort im Herzen der Wilhelmstadt (manche sagten auch, dass es bereits mit dem Barfly gegeben ist)
  • Umbau der Pichelsdorfer Straße und des Metzer Platzes ist erforderlich. Die Baumaßnahmen könnte zugleich einen wichtigen Entwicklungsimpuls setzen.
  • Einzelhandel sollte räumlich stärker konzentriert werden. Es wurde diskutiert, dass man das nicht vorschreiben kann, aber das GSM und das BA entsprechende Empfehlungen/ Entwicklungsvorstellungen kommunizieren könnten.
  • Diskutiert wurde auch in wieweit man sich vom klassischen kleinteiligen Einzelhandel als Leitfunktion des Ortsteilszentrums verabschieden muss, insb. wenn der Onlinehandel auch im Bereich des täglichen Bedarfs an Bedeutung gewinnt.
  • Ansiedlungssteuerung durch Empfehlung und Kommunikation mit Eigentümern (wenn möglich) sollten fortgeführt werden. Mögliche wäre ggf. auch eine gezielte Händlerakquise z.B. aus dem Brandenburger Umland. In diesem Zusammenhang wurde als Beispiel der Fleischer diskutiert, den sich viele wünschen, für den es aber eventuell auch nicht ausreichend Nachfrage gibt.
  • Selbständigkeit sollte grundsätzlich erleichtert werden, indem es weniger Auflagen zu erfüllen gibt. Vieles wird auf übergeordneter Ebene entschieden, aber auch die Offenheit und Unterstützung der Fachämter wurde als wichtiger Faktor gesehen. – Als gutes Beispiel für Neugründungen wurde der Eisladen in der Adamstraße benannt.
  • Es werden Räume für Zwischennutzungen und auch langfristig für Kunst & Kultur gesucht. Wo können die Nutzer der Alten Post anschließend unterkommen? Können auch Flächen langfristig für großformatige Kunst und Kreativität genutzt werden (Freiflächen, Immobilien, Brandwände etc.)
  • Start-Ups aus der Innenstadt für Leerstände in Randlagen gewinnen? Wurde kontrovers diskutiert, im Ergebnis waren viele der Meinung, dass sich die Standortwahl dieser Unternehmen über den Markt regelt.
  • Die Nutzer des Bahnhofs wurden z.T. als Potenzial gesehen, da jeden Tag mehr Leute dort umsteigen bzw. den Bahnhof als Pendler passieren.
  • Zudem wurde mehrfach angesprochen: Schaffung von verkehrlichen Infrastrukturen für die neuen Nutzungen (Wohnen und Gewerbe) entlang der Götelstraße, Schaffung eines Orts für junge Leute am Havelufer (an dem diese unter sich sein können)
  1. Weitere Probleme/ Mängel:
  • Fehlende Sicherheit bzw. Unsicherheitsgefühl der Kunden und Gewerbetreibenden (wurde von einer Gewerbetreibenden sehr massiv vorgetragen)
  • Klingeln an verschiedenen Geschäften schrecken Kunden eher ab und erhöhen die Barriere die Läden zu betreten
  • Direkte Busanbindung Kladow und Parkplätze fehlen. Dem wurde jedoch vielfach entgegengehalten, dass der Durchgangsverkehr und die geringe Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum vom Besuch der Pichelsdorfer Straße abhalten.
  • Mangelnde Vielfalt und Qualität der Angebote, insb. im Einzelhandel
  • Die Wilhelmstadt ist sozial sehr heterogen, d.h. eine Ecke ermöglich ruhiges Wohnen in einem schönen Umfeld, zwei Blöcke weiter gibt es vielfältige Probleme. Das wurde aber auch als Stärke gesehen, da dieses der Charakter des Kiezes sei
  • Fehlende Beleuchtung am Havelufer

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 BenS
Beigetreten: vor 1 Monat
Beiträge: 5
09/12/2018 12:06 am  

Wahrscheinlich würden gepflegte Gehwege mit ansehnlichen Platten sowie Tempo 30 die Aufenthaltsqualität deutlich verbessern. (Aufgrund der lautstarke und Abgase laufe / radel ich meistens durch die Nebenstrasssen, weil es auf der Pichelsdorfer einfach zu laut ist und komme garnicht erst an den Geschäften vorbei!)

Die Schönheit vieler Häuser (Fassaden) in der Wilhelmstadt steht "hippen" Vierteln in F'hain, Prenzlauer Berg und Charlottenburg nicht nach. Dort wo Autolärm und Abgase dominieren, flaniert es sich nicht gut. Und wenn mehr Menschen unterwegs sind, erhöht dies auch die Sicherheit (bzw. das Sicherheitsgefühl). Zudem könnte man versuchen, "Spezialgeschäfte" anzulocken, z.B. Tierbedarf, Kaffeezubehör, Cupcakes, lateinamerikanische Lamawolle, Modellbau, nachhaltige Produkte etc. (es müsste für die ganze Familie etwas dabei sein). Ein Ausflug nach Spandau könnte mit dem Schiff zur Scharfen Lanke oder zur Freybrücke (dort gab es ja mal einen Anleger) erfolgen, danach durch die Pichelsdorfer Straße flanieren und Abends (ggf. in der Altstadt ausgehen oder) ab Bhf-Spandau wieder nach Berlin fahren. Der Berliner könnte sich hier "quasi" von den ganzen Touries in der Stadt "erholen" - und mit dem BVG bequem an- und abreisen.  


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 BenS
Beigetreten: vor 1 Monat
Beiträge: 5
14/12/2018 6:11 pm  

Soeben kam mir aus einem Gespräch mit Geschäftsinhabern die Idee, eine Weihnachtsbeleuchtung für die Pichelsdorferstr. zu kaufen. Diese könnte doch die Strasse deutlich aufwerten und gleichzeitig etwas Licht spenden. Aber ich ahne schon, dass die Stromkosten auf Dauer nicht getragen werden können?!? Genial wäre natürlich eine Verknüpfung mit nachhaltiger Energie, auf der anderen Seite verbrauchen LED's ja auch nicht mehr so viel, wie es vor rd. zehn Jahren, respektive davor mit herkömmlichen Leuchtmitteln der Fall war.  👍 


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