Seit 2011 ist die Wilhelmstadt Fördergebiet im Bund-Länder-Förderprogramm „Aktive Zentren Berlin“. Dadurch stehen dem Gebiet Fördermittel für die Aufwertung des öffentlichen Raumes und der Infrastruktur zu.

Im Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) werden Ziele, Handlungsfelder und Projekte für die Entwicklung der Wilhelmstadt für die nächsten Jahre beschrieben.  Und somit auch festgelegt, in welche Maßnahmen die Fördermittel fließen.

Das hiesige Forum dient der Beteiligung im Rahmen der Fortschreibung des ISEKs auf Grundlage der Vorbereitenden Untersuchung aus dem Jahr 2010. Zum Download der aktuellen Entwurfsfassung des ISEKs gelangen Sie hier.

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Rückmeldungen aus der Bürgerversammlung am 24.11.2018  

 

 KoSP
Admin
Beigetreten: vor 1 Jahr
Beiträge: 11
27/11/2018 11:14 am  

Die Dokumentation der Themen aus dem Handlungsfeld "soziale Infrastuktur" finden Sie hier:


AntwortZitat
 KoSP
Admin
Beigetreten: vor 1 Jahr
Beiträge: 11
30/11/2018 2:24 pm  

Kita

  • Leider besteht ein wachsendes Defizit an Kitaplätzen: aktuell fehlen 300 Kitaplätze in der Wilhelmstadt. – Daher finden mitunter weder Kinder der Flüchtlingsfamilien noch der Zuwandernden aus Europa ein Kitaplatz. Als Sprachförderung ist aber mindestens ein Jahr Kita für eine gelungene Schullaufbahn erforderlich und ermöglicht langfristig die berufliche und gesellschaftliche Integration.
    Die Teilnehmenden forderten, das bestehende Defizit an Kitaplätzen ist so schnell wie möglich auszugleichen und bestehendes Engagement von Betreibern zu fördern (keine bürokratischen Hürden). Dabei sind Gewerbeleerstände in der Pichelsdorfer Straße als Tagesstätten oder sonstige Kinder-/Jugendeinrichtungen (zwischenzu-) nutzen.

Schule                                                                                                                                    

  • Auch die Grundschulplätze können nicht bedarfsgerecht angeboten werden: aktuell besteht ein Defizit von 7%, steigend. Geplant ist, die Funktionen der Schulen zu stärken, indem die Schulen bzw. deren Sporthallen ergänzt/erweitert werden.  

Die Teilnehmenden stellten fest, dass Kinder, die im östlichen Bereich des Fördergebiets wohnen, lange Wege zu den (Grund)Schulen haben. Daher besteht bei der Schulenburgbrücke Bedarf an einer Schule. Dass die Georgenschule geschlossen werden musste, stieß daher auf Bedauern und Unverständnis. (Hintergrund: Der Georgenschule konnte keine Baugenehmigung erteilt werden,  denn der Hafen genießt Bestandsschutz und die zu gewährleistenden Emissionen gegenüber stehen der Genehmigung einer Schulnutzung entgegen.)

  • Vor dem Hintergrund der fehlenden Grundschulplätze, soll die "Hundewiese" an der Wilhelmstraße besser für Schule/Sporthalle genutzt werden. (Die Hundewiese soll eher in weniger zentraler Lage (am Siedlungsrand) einen passenden Ort finden.)
  • Unterschiedliche Meinungen wurde geäußert, ob Schule und Hort auf einem Gelände zu vereinen oder lieber auf unterschiedlichen Standorten angeordnet werden sollen. (Für die Kinder ist der kurze Weg nicht so relevant, sondern eher die gute Atmosphäre der Einrichtung.)
  • Vorgeschlagen wurde, die Kooperationen zwischen Schulen und Senioren zu stärken.
    (Anmerkung anderer Teilnehmender: Aber für alles sollte zumindest ein Obolus verlangt werden. „Was nichts kostet, ist nichts wert! - Denn dabei sollen nicht die Frauen ausgebeutet werden, die jetzt schon umfänglich kostenfreie Nachhilfe- oder Lesestunden anbieten.)

Jugendliche:                                                                             

  • In der Wilhelmstadt gäbe es deutlich mehr Kinder und Jugendliche, manche davon mit Aggressionen. Für diese Gruppen sollten Angebote – z.B. in Leerständen – geschaffen werden, die sie auffangen und einbinden.

Senioren

  • Senioreneinrichtungen bzw, Seniorentreffs sollten besser im Gebiet verteilt sein. Bei der  Götelstraße nördlich Wildwuchs fehlt ein Seniorentreff, dieser soll allen Generationen offenstehen: Treffen und Begegnen von Alt und Jung.

Begegnungsstätte / Kultur

  • Alle Teilnehmenden bekräftigten den Wunsch nach einer Begegnungsstätte, die auch für Menschen mit wenig Einkommen geeignet ist. Die Idee wurde in der Veranstaltung weiterentwickelt: während anfangs eher mehr und besser verteilte Seniorentreffs bzw. eine zentrale Begegnungsstätte / ein Sozialcafé vorgeschlagen wurden, meinten andere, dass sie es sich mehr als „Wohnzimmerclub“ vorstellten: ein Ort, der Nachbarschaftshilfe leistet (mit Hilfe zur Selbsthilfe und z.B. Suppen-Kochkurse anbietet) und Alt und Jung offensteht.
  • Außerdem werden kleinere kulturelle Orte auch in der Wilhelmstadt gewünscht (statt einem großen "Theater"). Als Positivbeispiel wurde das Kunst- und Kulturangebot des Juwelier Brose in der Altstadt genannt.
  • Freizeitsportanlage: Die Anlage ist ein Schatz!

Bücher

  • Die funktionierende Bücherbox am Földerichplatz wird gelobt, dazu kommt der Bücherbus donnerstags um 15 Uhr.

Toilette

  • Wiederholt äußerten Teilnehmende, dass gepflegte Toiletten im öffentlichen Raum fehlen, insbesondere am Hafelufer und am Földerichplatz.

 

Weitere Hinweise zu anderen Themen:

  • Um leichter soziale Infrastrukturen zu ergänzen, sollen die Möglichkeiten des Bezirks von Flächenankauf über das Vorkaufsrecht ausgeübt werden.
  • Verkehr: Bei Neubauten soll die Anlage von Stellplätze gefordert werden. (Götelstraße)
  • Es wurde vorgeschlagen, Schachbretttische aufzustellen: im öffentlichen Raum, an ruhigen und  schattigen Orten.
  • Anmerkung zum Hundeauslauf: Aktuell würden wieder vermehrt große Hunde (Schutz- und Hütehunde) gehalten werden - von Leuten, die hierfür unerfahren oder ungeeignet seien und die bestehenden Regelungen ignorieren. Es wird befürchtet, dass über kurz oder lang „Zwischenfälle“ geschehen werden. Daher wurde vorgeschlagen, eine Hundeschule einzurichten.
  • Ein Anwohner beschwerte sich über den Lärm und die Abgase am Schiffsanleger: dort ist es laut und stinkig wegen der Motorgeräusche und dem Dieselgeruch.
  • Eine Teilnehmerin bedauerte die Veränderungen der letzten Jahre in der Wilhelmstadt: sie würde häufig angebettelt werden, die Busse seien so voll, die Gehwege viel enger und gedrängter, Betrunkene seien überall zu sehen und die Polizei müsse viel häufiger einschreiten.
  • Positiv wurde der Lebensmittelstand an der Melanchthonkirche gesehen, der auch regionale Produkte anbietet. (Leider gibt es keinen Markt in der Wilhelmstadt.)

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