Foto: Erik-Jan Ouwerkerk
Da sich bei der genaueren Untersuchung der Bausubstanz gravierende Mängel zeigten, konnte der ursprüngliche Plan, den Wildwuchs zu sanieren, nicht umgesetzt werden. Somit blieb nur ein Neubau der zweigeschossig ausgeführt und dankenswerterweise von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen unterstützt und finanziert wurde.
Ziele/Maßnahmen
Das Ziel besteht darin, eine pädagogisch, funktional und energetisch zeitgemäße, größere und zukunftstaugliche Jugendeinrichtung zu schaffen.
Umsetzung/Stand
Das Architekturbüro Hagemann + Liss wurde 2015 mit der Erarbeitung von Varianten beauftragt, die verwaltungsintern diskutiert und fachlich entschieden wurden.
Aufgrund der vielfältigen Probleme während der Umsetzung und der damit verbundenen Bauzeitverlängerung mussten Mitarbeiter und Jugendliche unter sehr beengten Bedingungen nach dem 2017 erfolgten Baubeginn viel länger im Containerprovisorium ausharren als geplant. Letztlich wurde die Einrichtung 2024 fertiggestellt und im Januar 2025 eröffnet.
Entstanden ist eine pädagogisch, funktional und energetisch zeitgemäße sowie zukunftstaugliche Jugendeinrichtung, die zugleich ein zentraler Baustein des Gesamtstandortes Infrastrukturkomplex Götelstraße ist. Auf rund 1.500 Quadratmetern stehen insgesamt 280 Plätze für die Jugendlichen mit einem erweiterten Angebot bereit. Neben einer modernen Sporthalle mit Kletterwand, weiteren Bewegungsräumen, einem Tonstudio, einer Fahrradwerkstatt und weiteren Gruppenräumen, ist im Außenbereich ein Bolzplatz, ein Beachvolleyballfeld und der Kletterturm im Angebot. Für den Wassersport gibt es einen direkten Zugang zur Havel.
Zudem beherbergt das Gebäude das Kinder- und Jugend- Beteiligungsbüro des Bezirks, in das junge Menschen ihre Anliegen analog und auch digital einbringen können. Viele Elemente des Gebäudes wurden gemeinsam mit ihnen geplant und gestaltet. Mit der Fertigstellung des Neubaus hängt neben der Umgestaltung des Umfeldes samt Vorplatz des Wildwuchs auch die zugehörige Kunst-am-Bau-Installation zusammen.
Gleichzeitig mit dem Neubau und der Neugestaltung des dazugehörigen Umfeldes wurde auch die Kunst-am-Bau-Installation als Teil der Hochbaumaßnahme fertiggestellt. Als Ergebnis aus dem ersten Kunst-am-Bau-Wettbewerb in neuerer Zeit in Spandau ging als Siegerentwurf „Mobilis in Mobile“ des Künstlers Kai Schiemenz hervor. Dieser macht einen Wasserkreislauf anschaulich, in dem ein Windrad eine Pumpe antreibt, die wiederum Regenwasser aus einer Zisterne auf einen natürlichen Findling fördert. Von dort treibt das Wasser auf dem Stein angebrachte Wasserspiele an und fließt letztendlich wieder in den Boden zurück.
Hier gibt’s einen Bericht zur Eröffnung und weitere Bilder!
Rückansicht Wildwuchs Foto: Erik-Jan Ouwerkerk
Akteure
Fördergeber: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen
Projektträger: Bezirksamt Spandau – SE Facility Management – FB Hochbau
Programmsteuerung / -koordination: Bezirksamt Spandau – Stadtentwicklungsamt, Fachbereich Stadtplanung
Architekten: Entwurf: Hagemann + Liss Architekten
Kunst am Bau: Kai Schiemenz
Zeitraum: bis 2024
Finanzierung
Die Finanzierung erfolgte aus dem Förderprogramm „Lebendige Zentren und Quartiere“. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 9.211.000 €, wovon ca. 10 % durch Investitionsmittel des Bezirkes, einschließlich der Mittel für die Kunst am Bau mobilisiert wurden.
Ansprechpartner
Bezirksamt Spandau – Abteilung Bauen, Planen und Gesundheit
Stadtentwicklungsamt, Fachbereich Stadtplanung
Jörg Rinke
Telefon: 030.90 279 35 68
joerg.rinke@ba-spandau.berlin.de
Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement – KoSP GmbH
Hai Tran
Fehrbelliner Straße 50, 10119 Berlin
Telefon 030.33 00 28 53
wilhelmstadt@kosp-berlin.de
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